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"The brain constructs a model of reality that more or less maps onto reality, that's good enough that we can survive."
Dr. Dennis McKenna
Wir gehen jetzt planschen. In der Pfütze. Die Pfütze wird zu einem Meer und die flache Erde soll rund sein. Weiß das der Wasserfloh?
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Gute Freunde sind selten
Rechter Umgang sowieso.
Wenn man einmal die durch das (angeborene) Schicksal gegebenen Umstände Heimat, Eltern und Verwandte verlassen hat und in ein fremdes Land gegangen ist (um dort zum Beispiel an einer Universität zu studieren), jedoch in diesem fremden Lande nur mit unvernünftigen Freunden (in schlechter Gesellschaft) verkehrt und dadurch die ganze Zeit verschwendet, so ist dies verrückt. Deswegen muß man immer an der eigenen Aufgabe and an dem Ziel, für das man gekommen ist, festhalten, das heißt lernen, studieren und sich nur darauf konzentrieren!
Geistiger Wegführer zur Juweleninsel
Übersetzt von Blance C. Olschak – Thupten Wangyal
Buddhist Publications
Institute for Buddhist Psychology and Central Asian Studies Zürich
Anscheinend hat einmal im Jahre 1962 ein gewisser Bob Smith (manche behaupten, es sei Mark Twain gewesen) folgendes gesagt oder geschrieben: "Do not argue with an idiot. He will drag you down to his level and beat you with experience."
Wohl dem, der konzentriert Seinesgleichen sucht und glücklicherweise (wenn auch nach einem Leben der Suche) Seinesgleichen findet.
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W o r a u f w i r v e r g e s s e n h a b e n
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Bewölkt, stark bewölkt, umnachtet
Das Auge im Zentrum des Universums
Der Lehrgang des Schauens
"... ich erkenne all die unzähligen Manifestationen, die der denkende Geist erfindet, um eine Mauer des Schreckens vor seiner reinen vollkommenen Erkenntnis zu errichten, daß es keine Mauer und keine Schrecken gibt – nur das Transzendente Leere, Küssenswerte Milch-Licht der wahren und völlig leeren Natur der Ewigwährenden Ewigkeit."
Jack Kerouac, Tristessa
Hier auf diesem Sandkorn, mitten im Sonnensystem, mitten in der Galaxie, mitten im Universum – ob's jetzt am Rand ist oder im Zentrum spielt keine Rolle – unser Bewußtsein katapultiert uns immer ins Zentrum des Geschehens, da rollt die Erde durch das All (everything) und beherbergt die zweibeinige Fehlentwicklung, die im Haus nebenan, da in meinem Hinterhof, irgendwelche Schweinereien kocht und den Hauch Indiens von meinem Räucherstäbchen mit Fleischdunst neutralisiert.
Es gibt immer eine gute Ausrede und im Ausredenerfinden ist der Mensch Meister geworden. Eine Zeitlang habe ich den naiven Eindruck gehabt, das aus den Ausreden resultierende Defizit sei noch überschaubar, aber nein, mit wachsendem Geschichtsbewußtsein, mit wachsender Erlebniswelt und beim Betrachten der vielen Medienmitteilungen und allem, was noch hinter vorgehaltener Hand erzählt wird, wächst auch die Gewißheit eines apokalyptischen Malströms, dessen Entfesselung nur auf einen einzigen Knopfdruck zu warten scheint. Als unverbesserlicher Besserwisser weiß ich es besser, und die echten Besserwisser wissen es noch besser, wissen aber eigentlich gar nichts und eifern dem allgemeinen Menschenbild nach, ohne zu wissen, daß es besser ist, dem nicht nachzueifern: Das Fleisch ist schwach und der Geist auch noch unwillig.
Willkommen im Kali-Yuga, Herrschaften. Ehrlich, Kali-Ma ist und ist schwarz, weil die Nacht schwarz ist in ihrer Ruhe. Und ist man in ihr schlaflos, dann ist man dem Mondlicht ein Zweiter und darf vertrauensvoll den nächsten Tag erwarten: Tag ist Nacht und Nacht ist Tag im Leben der Kali. Jenseits der Polarität zeigt sie ihr Licht, und in der allerfeinsten Feinheit aller Töne hörbare Stille zeigt sie sich wie sichtbares Licht (Licht, das sichtbar ist, obwohl es auf nichts fällt, für uns aber nur sichtbar ist in der Intensität, wie es auf etwas fällt). Und all das hat mit dem im Exil lebenden Dämon Kali nichts zu tun, das ist ein ganz Anderer.
Wer hat was gesagt? Den ganzen Tag lang hat niemand etwas gesagt. Es war so still, daß man an der Stille erblindet. Es muß mich nicht wundern. Das ist die Stille im Kopf eines normalen Menschen. Es ist so still wie in einer Psychiatrie nach der Medikamentenabgabe. Die Chemie, frisch eingenommen, bahnt sich ihren Weg ins Bewußtsein und bemüht sich, dieses möglichst spurlos verschwinden zu lassen. Das Leben, wie es erwünscht wird, verlangt nach der Toleranz sein Gegenüber sprechen zu lassen. Nur: Wer wünscht dieses Leben?
Es gibt so viele Geschöpfe aus altem und brüchigem Plastilin, welche diese Einstellung dann Offenheit nennen wollen und noch dazu ihr Tun einem göttlichen Prinzip untergestellt sehen. Reine Unterstellung, denn die Uhr tickt, und mit jedem Augenblick Toleranz schwindet das Bewußtsein im Medikamentenrausch. Dazu hat es noch diesen häßlichen Geschmack, diesen aspartamüberlagerten Medikamentengeschmack. Nicht der säuerlich-saftige Geschmack eines alten Pilzes, den man zerkaut hat, nein, der Geschmack nach Pillen aus dem Becher und anschließend der Chuck Norris Film im Fernsehzimmer im YMCA auf Honolulu. Es bleibt nur mehr die Erinnerung an die Triesting.
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Was für ein Leben! Ein gottesloses Dasein. Das Gesicht bewegt sich nicht, die Gedanken überstürzen sich nicht bis zur völligen Unübersichtlichkeit – you are in a petrified forest – und im Laub da oben im Geäst wird nicht die Sprache der Lichter und Schatten offenbar, es wird gar nichts offenbar. "Gott hat es gewollt" wird aller und jeder Inhalt, Rationelles wird irrational und umgekehrt und sein (klein geschrieben wie god) Wille steht da wie eine Ritterrüstung: und in der steckt der Ritter, und das im Hochsommer. Was für ein gottlos anstrengendes Dasein, normal zu sein und einen Grund für so etwas zu haben.
Wir haben die Möglichkeit festzustellen, daß der Guru stottert. Der gechannelte Geist kann nur wirres Zeug reden, weil seine Brille in die Welt alles jenseits des Suppenschüsselrandes bewölkt widergibt. Ganz einfach: Er kennt die Welt nicht, weil es ihn selbst nur unvollständig gibt und seine Sicht in die Welt den Möglichkeiten der Interpretation nicht standhalten kann. Und die Zuhörer können sich gegenseitig zur Bestätigung zunicken und normal bleiben, denn die Unklarheiten werden emontionalbedingt überhört, da dies nicht physischer sondern inhaltlicher Natur ist, ist das Auffassungsvermögen wunderbar biegsam. Daß die Zuhörer nie eine wirkliche Bildung erfahren haben, ist dabei nützlich für jedes dabei geführte Spiel an Selbstbestätigung. Dazu hat ihre "Zeit" nicht gereicht, die Bildung mußte vor der "knappen Zeit" den Kürzeren ziehen.
Die Buddhisten sagen, daß in der Inkarnationsfolge nach dem Hund der Mensch kommt, und wenn man erst frisch Mensch geworden ist, reicht der Stand des Aufstiegs nicht aus, schon Lösung und Hausnummer unterscheiden zu können. Da das immer klar zu sein schien, war links und rechts auch nicht mehr wichtig. Fällt der Umstand, daß die Lehren mit der Wirklichkeit nicht vereinbar sind, nicht wirklich auf, wird in Ermangelung einer zufriedenstellenden Alternativ-Unterhaltung angenommen, daß die Worte Seiner Ätherischen Stellvertretung letzte Instanz der Bedienungsanleitung zur kosmischen Ekstase sein muß, und wenn's einem noch so langweilig wird dabei.
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H o l i s t i c s I n d e x
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Ich bin Euer Guru
Ich habt nichts Besseres verdient.

Guru Mickeynanda sitzt im Licht. Und ich auch und bin anscheinend mit meiner Rolle zufrieden.
... denn ich kenne keine Eifersucht auf andere Gurus. Ich habe auch nichts zu sagen, denn ich sitze nur wegen des tollen Fotos vor dem Fenster und lasse mir einen wiener Goldhaubenschirm über das Haupt halten. Ich bin deshalb Guru, weil ich kein Fleisch esse und keinen Fisch, weil ich das immer schon als richtig empfunden habe und weil ich ein neugieriger Mensch bin und wissen möchte, wie's weitergeht nach dem Tod und möglichst schnell diesen ganzen Schwachsinn, der uns umgibt, beendet sehen möchte. Und weil ich das Licht Gottes in der Nacht gesehen habe: Das sollte jeder mal sehen und dabei zur Mutter des Universums beten und alle Schwerter außer jener, die man für die Ninja-Filme braucht, zu Elektrogitarren umschmieden und eine Riesensession machen, die nie aufhört und keiner bekommt was bezahlt für die Musik, weil es gar kein Geld gibt. Und Arbeit auch nicht, weil alles ekstatische Meditation ist. Darum hört auf Euren Guru und hört auf damit, familiäre und staatsbürgerliche Verpflichtungen zu empfinden. Das ist alles nur Chloroform für das Volk.
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Man muß nicht unter dem Zwang stehen, Gott dienen zu müssen. Gleich schauderhaft ist es, unter dem Zwang zu stehen, ihm nicht dienen zu müssen. Beide Fälle zeugen von neurotischer Angst seinem Gott gegenüber. Hier gilt selbstverständlich nur die gesunde Angst als angemessen, jener Angst während der Erkenntnis. Man muß auch nicht unter dem Zwang stehen, Gott in alle Ewigkeit schauen zu müssen. Dann wäre die ganze Ewigkeit tot, wenn da ständig das Geistige Augo offen ist. Es ist schon eine Zumutung, das anzusehen, was diese "Schöpfung" sein soll. Wenn ich das erschaffen hätte, ich würde mich schämen. Ach: Das hat der Mensch angerichtet? Wo ist denn dieser plötzlich hergekommen? Ist der keine Schöpfung? Und wenn die Schöpfung die Schöpfung in den Boden tritt, dann ist der Mensch schuld, außerdem kann er das machen, weil er einen freien Willen hat. Ok, freier Wille. Freier Wille? Ich bin so frei.
Es ist erstaunlich, mit welcher brachialgewalt die esoterische Szenerie es geschafft hat, alles, was einmal mehr als Sinn gemacht hat, zu zerstückeln. Was für ein wunderbares Ding, diese Hippie-Kultur. Alles hat Sinn gemacht, auch wenn man nicht verstanden hat, warum. Was die Welt nicht von seiner Brutalität befreit hat, aber zumindest hat es eine Zeitlang die Schmerzen gelindert.
Was aber ist mit der kosmischen Operette? Wer singen kann – und das kann jeder – kann auch irgendwo mitsingen. Nur hat das Singen keine Überzeugungskraft, außer das Lied wird zur näheren Bestimmung der Wirklichkeit vorgetragen. Das kann aber nur ein berauschter Geist. Ein überzeugter Geist. Ein zumindest unbewußt wissender Geist. Und der Geist verfügt auch über durchtrainierte Schöpferkraft, geistige Muskeln aus Stahl, und einen Arm aus Granit, mit dem eine neue Edda erfaßt wird, hoch üben auf sturmgepeitschtem Fels sitzt der beseelte Dichter und betrachtet sein Schreiben, das in Sturm und Wetter gestaltlos wird, die Tinte verrinnt im Regen und selbst das Papier wird so aufgeweicht, daß jedes Wort nur mehr zum zerfließenden Fleck wird. Gott hat noch die Blitze geschickt, die die letzten Brösel Papier zu Asche zermalmen.
Und der hehre Dichter an seiner Edda scheißt drauf und kippt einen Whisky und bereut es gleich wieder, weil das afghanische Haschisch mit dem goldenen Stempel viel besser ist als jeder Whisky und der Haschischrauch sicher nicht mit einem Whisky verstärkt werden muß, dadurch eher gestört wird. Aber nun denn, der Weise auf den Felsen wollte einen hinter die Binde kippen, weil das das verwegendste ist, das er sich als Asket gönnt. Die Huren hat er hinter sich, und "Wenn sich ein Tussi vom Dach stürzen will, dann soll sie halt." auch hinter sich und ist nicht bereit, blöd zu nicken, weil jemand etwas Unvernünftiges verlangt, und dabei das Unvernünftige, ja sogar in jeder Hinsicht Schädliche, was da vorgeschlagen wird, wie den Satan zu vermeiden sucht. Denn dieser kommt im Schafspelz und verkauft sich Dir in beiden Tabletten, da hat uns die Matrix hinter das Licht geführt. Meyrink war der Sache voraus mit seinen Bohnen.
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Liebe Anhänger der Holistik: Ich bin jetzt vom sturmumtosten Felsen wieder heruntergeklettert und habe keine Edda mitgebracht, die hat das Wasser weggespült, die wird jetzt von der Undine gelesen (Ist das nicht schön, daß die liebe Undine meine Schriften liest?). Und das ist gut so, denn die Undine ist wahrhaft gebildet. Und ihr werdet nie wahrhaft sein, denn das braucht Charakter und Charakter braucht Mumm. Und später wärt ihr vor lauter Frust in den Nachtklub gegangen und es wäre Euch gar nicht speiübel dabei geworden, aber irgendwann einmal werdet ihr Euch ein paar Viecher aus dem gebrauchten Handtuch nach Hause nehmen. Und die werdet ihr nicht auf der Ablage in der Küche zerquetschen können wie ich damals die Küchenschabe aus der Sperrstraße.
Liebe Anhänger der Osho School of Music: Ich werde mein ganzes Leben lang so falsch spielen wie ihr nie richtig spielen werdet können, und mein Falschspiel wird wie der Duft am Manikarnika-Ghat sein, denn Shiva hat seine Lieblings-Toten-Verbrennstätte mit dem Versprechen des Duftes gesegnet, so wie meine Musik mit dem Duft des Falschspielens versehen ist, wie das Falschspielen das Merkmal der Schöpfung ist, und jeder Versuch, die Wahrheit zu finden scheitern wird, da es sie nicht gibt, denn die Wahrheit ist so Falsch wie die Unwahrheit. Und wer nicht einen jeden ins Gesicht spucken will, den er begegnet, ist ein Lügner, denn jeder Mensch, der Euch gegenübersteht hat diese Eigenschaft, die Du verachtest. Du allein bist das wahre Bewußtsein, das zu Gott führt, und genau diese versteckte Eigenschaft wird Dich an deinem Gottfinden hintern, denn Bewußtsein ist kosmische Lüge aber auch kosmischer Genuß. Erleuchtung ist nur von innen her erfaßbar, darum suchen ihn die Esoteriker zu erkaufen, weil es von innen her anscheinend nicht geht, weil's dazu nicht reicht. Mit ihrem Brav-Sein wollen sie's dann erkaufen, aber brav ist lau und die Lauen, die Spuckt die Mutter aus. Äußerlich muß man nichts tun, um Gott zu erfahren, also sind wir schon auf dem Holzweg. Natürlich könnte man ein Univox Super-Fuzz kaufen und über die Modulationen nachsinnen, das hilft schon auch. Sogar einem Steuerbeamten ist Gott näher als einem Selbstgerechten. Und wer selbstgerecht ist, wird Dir das, in diesem Fall mir, das vorwerfen, genau das Gleiche, selbstgerecht zu sein. Und das Erbärmliche dabei ist, daß sie nicht bemerken, daß sie sich mit dem Vorwurf nur beschäftigen, sonst nichts. Sie beschäftigen sich mit einer langweiligen Tätigkeit nach der anderen, unter anderem damit, gut zu sein und Anderen Selbstgerechtigkeit oder Arroganz vorzuwerfen. Pfui, wie die nach Autofenster-Duftbäumchen stinken.
Eigentlich schreibe ich so viel über diese Deppen, weil ich sie alle zu Grabe getragen habe und das hier ist ihre Grabesrede. Der Weg nach innen ist so von einem Weg ohne jede Qualität befreit. Das allein ist schon eine Erlösung: sich von qualitätslosen Zwangsvorstellungen befreit zu haben. Von dem Zwang, zu jemand nett zu sein, obwohl sie es nicht verdienen, weil sie Chaoten sind, und bodenlose Egoisten.
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Abfall essen ist OK
Aber mit Stil, bitte.

Ein Restaurant in Wien, das ich vermeide.
Wir sind alles Recycler: wir sind Abfallesser und müssen darauf achten, daß der Abfall, den wir essen, nicht zu alt oder zu belastend ist. Aber eigentlich sind wir nur in eine bestimmte Richtung entwickelte Schweine, die die Müllhalde nach Schmankerln durchwühlen. Die Lebenserwartung eines Hausschweins liegt zwischen 7 bis 10 Jahren. Ein Schwein aus der Massentierhaltung darf gerade mal vier Monate in seinem Gefängnis verbringen, ein Bio-Schwein sieben bis zwölf. Multipliziert man den so und sovielen Schweinefleischkonsum über unsere verbogenen Daumen gepeilt, dann sind wir einem Genozid auf der Spur. Ich weiß schon, warum ich das Zeug nicht esse. Und wer an das Karma glaubt (und auch die, die es nicht tun, ha ha, es gibt keinen Notausgang), der weiß, was auf die Menschheit wartet.
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Also: Lies kein Buch, das in einem esotersichen Verlagsprogramm erscheint. Es hat ein geschäftstüchtiger Idiot für die Idioten geschrieben, die nicht die Disziplin aufbringen, ein Buch zu schreiben, einen Vortrag zu halten oder einen Video zu drehen. Jetzt ist aber noch das Schlimme daran, daß diese Bücher, Vorträge, Konzerte oder Videos als geteilte Eigenschaft die unterste Ebene der Qualität vorzeigen, und zwar die einer schlechten Foto-Kopie. Und damit sollen wir unsere Zeit verschwenden? Are you joking? Statt die Pastoralsymphonie an dem Ort zu erfahren, wo sie geschrieben wurde, soll ich eine Foto-Kopie küssen? Und noch dankbar sein für die Irreführung?
Ja, Neo, jetzt bist Du im wahren Leben angekommen. Das Leben bedeutet, in einem Körper verschlossen zu sein, der nur eine extrem beschränkte Wahrnehmung hat, nur kurze Zeit mit diesem Körper lebensfähig zu sein, und selbst dann ist man nie vor einer Katastrophe sicher. Das sind einmal die Grundvoraussetzungen. Wem nicht kalt, Angst und Bange geworden ist, der belügt sich. Wobei ich mir immer mehr darüber unsicher bin, ob nicht all diese Nasen, die mich umgeben, nicht wirklich und echt geisteskrank sind und nur Snakes And Ladders mit den Trieben in ihrem Kopf spielen, und das schon so lange, daß die Psychose zur Realität gebaut worden ist. Diese klägliche Wahrnehmung der Welt hat zur Zivilisation geführt, zu den Normen und schließlich zur massenphilosophisch fundierten weltumspannenden Gesamtverblödung. Zur Kistenbauweise, zum Frack, zur Überwachungsanlage, zur Medikamentensucht, zu Hip-Hop (was das gleiche ist wie Nachrichten), und zu dieser Liste, die so endlos ist, daß man über jedes Thema ein Buch füllen könnte, aber nicht muß, weil es verlorene Zeit ist, sich mit dem Eiter aus der Wunde zu beschäftigen. Das muß man alles entsorgen, dazu haben wir den freien Willen, nicht um positiv zu denken, sondern um Künstler zu sein. Dichter in der Stadt der Anarchie. Nur in dieser Stadt, die wie von Fingern von Waldstreifen durchzogen ist, deren Wege die Bezirke über Brücken und Wege verbinden, damit die Alten auch zu klettern haben, nur in dieser Stadt der Tausend Lichter ist Allah heimisch, groß und mächtig, und lauscht den Obertönen der falsch spielenden Musiker. Dort in dieser Stadt der Liebenden, der lachenden und bis in den Schlaf trauernden Piloten des bleiernen Zeppelins, der Stadt der Bäcker, die den gefährlichen Genuß der Topfengolatsche mit echtem Zucker herstellen, in der Stadt derer, die Fahnen genäht haben aus der Kombinege der Françoise Hardy in jungen Jahren, in dieser Stadt lebt der Adept.
Und wenn Du dazu mit dem Kopf nickst, das hilft dir nichts. Du haßt trozdem Deine Frau, und wenn nicht heute, weil Du Dir eine Zeitlang etwas vormachen kannst, dann spätestens morgen, aber dann hast Du's schon überbrückt und es ist angenehm zu spät.
(Jetzt habe ich keine Zeit zum Weiterschreiben, ich muß die Pop-Musik dort fortsetzen, wo sie aufgehört hat.)
Nach der Popmusik:
Hier ist sie, die neue Religion, die unpolitische, die bewegliche. Sie war schon immer da, ehemals mußte sie den Hunden genügen, jetzt, wo die Hunde glauben, Mensch zu sein, immer noch aber Hund sind, genügt sie nicht mehr. Die Fortsetzung der Religion ist Gurulos, denn die Gurus und Priester waren selten eine Notlösung und meistens nur Börsenhändler. Aber der Geist Gottes blickt mit fröhlicher Miene als Kaleidoskop aus jedem Sandkorn der Schöpfung. In jedem Atom steckt die Macht einer atomaren Detonation, in jedem Augenblick steckt universelle Befreiung. Und doch hat sich der Mensch für die Selbstverklavung entschieden.
Frei ist der Geist. Nur frei. Vernünftig ist der Geist, wie die Natur. Was ich noch nicht verstanden habe, ist dieses ewige Fressen und Gefressen werden. Aber der Geist scheint in der Ausstrahlung der Form der Natur zu liegen und nicht im Speiseplan ihrer Bewohner.
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Krishna und Gopis (Kuhhirtinnen). Alter Kalenderdruck.
Frei und friedlich fleißend ist das Geistesleben des Adepten, er ist keinem Lehrer etwas schuldig, und ist keinen Geboten unterworfen. Die Freiheit ist keinem Gefühl der Freiheit unterworfen und dient keinem besonderen Zweck außer wunderbare Unterhaltung zu erfahren. Schon diese Regel zu beachten, führt zu einem außergewöhnlichen Bewußtsein.
Der Flohzirkus auf dem Sandkorn im unendlichen All kann keinen Regeln unterworfen sein, die aus der Feder eines Papstes stammen; keinen Regeln unterworfen sein, die ein fettgefressener Guru mit den vedischen Schriften zu fundieren versucht; keinen Regeln unterworfen sein, die aus dem Winseln aus kurzsichtiger Politik und billiger Regenbogen-Esoterik entstehen; keinen Regeln, die geistige Entfaltung mit Schuldgefühlen, Entwurzelung und Selbstverneinung umnachten und schon gar nicht den Regeln, wie sie von "höheren Geistwesen" geoffenbart werden, deren Mitteilungen Lichtsprünge vom Unterhaltungswert eines einfachen Perry Rhodan Romans entfernt sind.
Das Leben ist eine Wanderschaft durch ein Tal von unendlicher Weite, ein Kali Gandhaki Tal, das mit Steinen gefüllt ist, die in ihrer Lebendigkeit jedem Menschen überlegen sind, einem Tal, das betreten wird, wenn man das Grün der Wälder verläßt, und nach dem Durchschreiten des Tals aufsteigt in die sandigen Höhen einer zerklüfteten Landschaft von windigen Pfaden an kahlen Felsen vorbei. Wer lernt, großes Kino in der Klause in der Felswand zu erleben, kann in wenigen Lernschritten verstehen, warum unsere elende Wunschwelt zu klein für uns ist: das Universum ist zu groß für sie.
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Inhalt und Sprache
Eine unschlagbare Ehe.

Umschlag der 1916er Erstausgabe von Gustav Meyrinks "Fledermäuse".
Liest man einige der alten Schmöker aus der Weltliteratur, so erübrigen sich viele andere Bücher über Grenzwissenschaften, da sie ja in der Regel ein Publikum ansprechen, das erst lesen lernen muß und zweitens die Gutgläubigkeit eines durchschnittlichen Marxisten hat, wobei dieser sein Fest am 1. Mai hat und die Katholiken am 24. Dezember, what's the difference.
Eigentlich ist es ganz einfach, aus diesen alten Büchern und aus den Märchen und Sagen natürlich auch, geistigen Nutzen zu ziehen. Die Hingabe der Autoren, ihre Neugierde und die Pracht ihres Bemühens, ihre Gedanken in diese eindrückliche Sprache zu kleiden, ist so unübertroffen, daß ihr Werk zu Recht bis in die Gegenwart ein Licht zu verbreiten vermag.
"... sowie ein im Halbschlaf gefangener sich plötzlich seines Traumes bewußt werden kann, den Trug des Zeitbegriffs in eine neue Gegenwart rückt und den Verlauf des Traumes hierdurch eine andere wünschenswerte Richtung gibt: quasi mit beiden Früßen in einen neuen Körper hineinspringt, sintemalen der Körper nichts ist, als ein mit der Täuschung der Dichtigkeit behafteter Krampfzustand des alldurchdringenen Äthers."
("Der Kardinal Kapellus", Seite 184)
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