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Deities in Flüssen und Wassertanks Wasser ist nicht nur Wasser
Hier ist nun die Rede von den höherdimensionalen Geistern, die in Flüssen, in Bächen und in Seen und Tanks leben. Die alte Mär von den heiligen Flüssen und Seen, von denen in den Cowboy und Indianer-Geschichten die Rede ist, ist gar nicht so sehr Großmutters Erfindung. In den Schriften der Veden (Bhagavad-Gita, Mahabarata, Shiva-Purana etc.) ist schon lange die Rede von den Geschehnissen in und um das Wasser. Wasser, das nicht nur irdisch fließt, sondern von Dimensionen jenseits unserer Wahrnehmung auf die Welt fließt, eine Zeitlang im irdischen Wasser gebunden bleibt und dann wieder zurückkehrt in ein anderes Universum. |
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Selbst "einfaches" Wasser muß nicht "einfaches" Wasser bleiben. Man kann den Charakter von Wasser verändern, so zum Beispiel durch Energetisieren. Die sogenannte Lebendigkeit des Wassers läßt sich durch spurenelementare Tests nachweisen, bzw. messen, so wie es die Anthroposophen festgestellt haben. Was ebenfalls weniger bekannt ist, ist daß man Wasser mit einem großen Geist versehen kann: mit dem geeigneten Mantra läßt sich aus jedem herkömmlichen Wasser Gangeswasser erwirken. Wasser ist nicht nur Wasser, Wasser ist wie ein Notenblatt, das sich mit den mannigfaltigsten Melodien beschreiben läßt. |
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Heilige FlŸsse Die Deities leben auch in Flüssen: Saraswati, Jalanga und – natürlich, wir kennen sie sogar alle – die Ganga. Sie heißt nicht Ganges, auch das haben die Briten erfunden, sie heißt Ganga und ist eine weibliche Gottheit. Sie wurde vor Urzeiten gerufen, um der Erde beizustehen, aber die Gewalt ihres Auftretens auf Erden hätte den Erdball zerrissen, so schlug Shiva vor, die Wucht ihres Aufpralls in seinen weichen Dreadlocks aufzufangen, bevor sie die Erde berührt und so ihren Segen und ihre Energie gibt. Insofern wird Shiva oft mit einer Fontäne dargestellt, die ihm aus dem Kopf schießt: das ist die bildhafte Darstellung des Aufpralls der Ganga, wie sie sich als Fluß manifestiert und die Erde segnet. Und das hat nichts mit der Trägersubstanz zu tun, die vielerorts ein unglaublich dreckiges Gewässer ist. Und doch vermag dieses Gewässer die vielen Leichen jener Verstorbenen aufzunehmen, die nach Varanasi gekommen waren, um in der Stadt Shivas zu sterben und so in seinen Himmel einzugehen. 24 Stunden am Tag werden sie dort verbrannt. Und alle landen in der Ganga. Als Asche oder als nur teilweise verbrannter Leichnam oder als unverbrannter Leichnam. Abends kann man die kleinen Boote beobachten, wie sie mit einen weiß eingewickelten Leichnam in den Nebel hinausfahren und leer wiederkommen, nur die Begleiter kommen zurück, der Weißgekleidete wurde in die Ganga geworfen.
(ausgesprochen: Kund) Ein Kunda ist so etwas wie ein großer Wassertank oder aber ein oft künstlich angelegter Teich, manchmal ein kleiner See, der schon Hunderte oder sogar Tausende von Jahren alt ist. So, wie sich Shiva im Lingam manifestiert, so manifestiert sich eine Deity im Wasser, im Teich eines solchen Kundas. Einer der bekanntesten und heftigsten Tanks sind die aneinanderliegenden Kundas Radhakunda und Shyamakunda in Vrindavan. Neben den vielen Kundas, denen man begegnet, wenn man den Govardhan-Hügel umrundet (und als weltliche Belohnung Govardhan Sweets bekommt, was schon eine Ekstase für sich ist), haben wir es hier mit einem Kunda zu tun, der praktisch alle Deities in sich vereint. Vor allem manifestieren sich im Radha Kunda Radha, die Geliebte Krishnas und im Shyamakunda Krishna selbst. Zwei aneinanderliegende Wassertanks unbestimmter Tiefe: Ausgangspunkt und Endpunkt des Govardhan-Parikrans. Und Zentrum des Universums. Die unbekannt tiefen Gewässer bewohnt von großen Schildkröten, die beseelte überirdische Wesen sind, die in Radha und Krishna wohnen. Es gibt anscheinend unausmeßbare Kundas, in denen Jogis abgetaucht sind und über diese Schnittstelle in andere Welten geraten und nie wiedergekommen sind. |
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Der Durga-Kunda Eine der eindrucksvollsten Deities, die ich kenne, ist die Durga-Devi (Göttin Durga) im Durgatempel in Vrindavan. Sie hat ein silbernes, völlig außerirdisches Gesicht. Ihre Bildgestalt ähnelt einer Wesenheit, die nichts mit dieser Welt zu tun hat, außer der segensreichen Berührung, die sie uns gnädig schenkt. Sie hat es nicht nötig, hier zu sein und beschenkt uns dennoch mit ihrer Anwesenheit. Auch sie wohnt nicht nur in der Deity direkt im Tempel, sondern ebenfalls im Kunda neben dem Tempel. Umgeben vom tosenden Verkehr lebt sie im schwarzen Wasser eines riesigen Tanks, einer stehenden öligen Kloake von schmutzigem Wasser, das tiefe Heilwirkung hat. Die Berührung mit diesem Wasser vermag alle Krankheiten zu heilen. Auch hier hat es Unangenehmes zu überwinden, bis man die Deity erblicken darf, wie es oft der Fall ist. Die Saugnäpfe der Devotionalienverkäufer vor dem Tempel, Staub und Dreck der Großstadt. Für viele auch sicherlich schon einmal das schrecklich Unbekannte, das einem an einem solchen Ort zu erwarten scheint. Heidentum und Quacksalberei. Und der Darshan mit der Mahavidya, die auf dem Tiger reitet. |
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Lacht alle darüber. Glaubt an eure Politik und fühlt euch von Terroristen bedroht. Ihr Armleuchter, ich glaube lieber an Durga Devi. Sie reitet auf einem Tiger und neigt sich den Menschen zu, die sie sehen wollen, obwohl sie glauben, sie ein Leben lang nicht gesehen zu haben, weil sie übersehen, daß sie sie in ihrer Bildgestalt schon perfekt wahrgenommen haben. Aber wie können wir uns an etwas erinnern, was uns nicht bewußt war? Wer sich auf eine Beziehung mit einer Deity einläßt, beginnt in einer anderen Frequenz zu oszillieren. Dinge, die nicht funktionieren, bekommen plötzlich anderen Inhalt, werden zu Wegweisern zu Dingen, die funktionieren. Das Schattenspiel des Lichts auf Bäumen wird zu einer eigenen Sprache. Der Geist einer Deity wird intuitiv wahrnehmbar, der Darshan (die Begegnung mit einer Deity) wird zu einem Rauschzustand. Wer weiß schon, warum. Aber sicherlich weiß man, wo das hinführt. Sinnlich nicht wahrnehmbar. |
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