![]() |
||||||||||||||||||||||||
| |
Die Deity Worüber es hier nicht geht, ist Götzendienst. Vielmehr geht es hier um lebende Steine und um Götter, die in Wasser leben, oder in Sträuchen.
Diese Einleitung klingt zwar holprig, aber ich weiß im Moment nicht, wie ich sonst Deitybewußtsein beschreiben soll. Wie im Video über Kundas zu sehen ist, leben auch Tiere in einer Gottheit. Die Schildkröten im Radhakunda in Vrindavan sind ganz, ganz spezielle Wesenheiten, deren Lebensbedeutung uns völlig unbekannt ist, die sich in diese Tiergestalten inkarniert haben, um in Radha oder Krishna zu leben. Wenn wir schon eine Tierseele nicht verstehen (können), wie wollen wir die multidimensionale Deity begreifen wollen? |
|
|
|||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
|||||||||||||||||||||

| |
Weil nur wenige von uns in einer aktiven Beziehung zu einem Naturgeist stehen, der immer wieder sehr gerne Schnaps und Zigaretten als Opfer entgegennimmt, möchte ich zumindest einige Deities aus der immensen Familie der indischen Götterwelt nennen. Es ist durchaus möglich, daß wir sogar die eine oder andere Deity kennen, wenn auch nur von einem indischen Kalender in einer Boutique. Andere Deities wie Exu aus dem Macumba oder Damballah, dem Gott der Schlangen aus dem Voodoo will ich hier nicht berücksichtigen: ich weiß zu wenig über sie. Ich werde mich an dieser Stelle auf die Deity beschränken, wie sie auf Wissen, Grundlage und Darstellung aus der Haut Visnus hervorgegangen ist, ausgeatmet als Schöpfung. So wir er mit Brahma als Architekten zur Seite die Schöpfung seit Urzeiten ausatmet und wieder einatmet. Architekt der Welt ist nicht der Affe, der allmählich zu einem Menschen geworden ist, weil sich ein paar chemische Bestandteile gedacht haben, daß es Zeit war, einen weiteren Evolutionsschritt zu machen (Und woher kamen sie überhaupt auf diesen Gedanken?). Glücklicherweise funktionert das so nicht. Die Schöpfung bildet Abstrakte, Mandelbrote und Triolen. Und Intelligenzen wie Devas und Deities steuern diese Muster. Die Deities sind nie von uns bewußt aufgesucht worden. Das British Empire unter Queen Victoria ging eher auf die Suche nach Reichtum, nicht nach Spritualität (Great Britain ohne Tea-Time? Zum Glück hat's Indien möglich gemacht.). Was für ein Vorwand. Da die Putzfrau Vishnus seinen Tempel so gut sauber gemacht hatte, bekam sie einen Wunsch frei. Königin von Indien zu sein? Schwierig. Da Du aus einer Kaste stammst, der es nicht erlaubt ist, König oder Königin zu werden, müssen wir uns etwas einfallen lassen. Vielleicht können wir diesen Wunsch indirekt erfüllen. Und damit wurde sie als Königin Viktoria reinkarniert und wurde Königin von Indien. Und so kamen all diese Briten nach Indien und wurden mit der Begegnung mit den Deities konfronitiert. Und wenn Du Dich mit einem Inder einläßt, hast Du plötzlich die ganze Verwandtschaft am Hals. Diese ist zu uns gekommen. Shrila Prabhupad hat sie mitgebracht, so auch Maharishi und unzählige andere Gurus und solche, die's auf dem Buchrücken stehen hatten. Was für ein wunderbarer Besuch! Und der Besuch hat gleich alles mitgenommen, was wir nicht mehr brauchen. Hare! (Derjenige, der nimmt.)
In der Götterwelt liebt man auch sein Auto, aber nicht in der Verzerrung, wie uns das Auto in der Werbung im Fernsehen als Liebes- und Bestätigungsobjekt eingesprochen wird, in einer distorted und erkalteten Form. Die Reittiere der Devas sind eh schneller, wendiger, eleganter und haben auch noch Seele. Den neuen Porsche verspeist Durgas Tiger zum Frühstück und ärgert sich noch über die vielen Gräten. |
|
So eine Bildgestalt ist wie ein übernatürlicher Sender und Empfänger, ein Schnittpunkt zwischen Frequenz hier und Frequenz dort. Besser noch: zwischen Frequenz hier und hier, da es diesen Bereich hier und dort in dieser Thematik nur in unserer dreidimensionalen Wurstelwelt gibt, einem Bereich, wo man lebt wie im Bauch eines Overdrive-Pedals, wenn es auf fast bis ganz Maximum gestellt ist. Ich glaube unser Alltagsleben läßt sich am besten als Zustand ständigen Feedbacks schildern, dessen Pfeifen uns in den vollen Wahnsinn getrieben hat. Was hier vollzogen wird, ist Bhakti-Yoga, das Yoga der Hingabe und der Gefühle. Wenn wir uns mit dem Hatha-Yoga (den gymnastischen Übungen) soweit körperlich befähigt haben, dem vibrationellen Ansturm der neuen Frequenzen halbwegs begegnen zu können (Macht die Sache eigentlich nur bequemer, ist aber keine Voraussetzung. Selbst für Bequemlichkeit ist in den Veden gesorgt.), dann beginnen wir, uns zu reprogrammieren. Die jahrtausendealte Abschwächung der chakralen Tätigkeiten werden wieder in Gang gesetzt, die verlorengegangen Gehirnanteile werden reaktiviert, eine eingleisige Denkweise wird multibetrachtend, Engstirnigkeit wird zur Übersicht; obwohl es anfänglich oft nur das Austauschen einer mehr oder minder sinnvoll geregelten Welt mit einer einfach etwas anders geregelten Welt bedeutet. Vermissen Sie diese befreienden Eigenschaften des Ent-Programmiert-Seins in einer Gemeinschaft, die sie Pflegen? Jetzt sind Sie plötzlich allein. Und sie werden, sobald sie diese Eigenschaften in einer "Gemeinschaft" vermissen, allein bleiben, denn die Gemeinschaft ist so programmiert, daß Sie jetzt ausgestoßen werden (was den Voodoo-Tod bedeutet). Sie sind, solange diese Eigenschaften nicht (in ihrem Bewußtsein sichtbar) auftreten, in einer magischen Falle. Einer schwarzmagischen Falle. In einer Gemeinschaft, deren unbewußtes oder sogar bewußtes Ziel Macht über deren Mitglieder ist. Die Bad News: 99 von 100 Vereinen, denen wir uns angeschlossen haben, arbeiten unter der Oberfläche mit diesen Mitteln, meist unbewußt. Und mit Verein meine ich nicht den Briefmarken-Klub. Oder warum hat sich Osho (ehemals Bagwhan) so über die Kleinfamilie aufgeregt? Oh, der böse Osho, der in seinen Rolls Royce über die Sandpisten gerollt ist. Hat da jemand Neid? Ähm, ich meine nicht Neid wegen des Rolls, denn der Neid ist nur auf den Rolls sublimiert. Eher Neid, weil er ein paar Dinge ausgeprochen hat, die andere nicht gewagt haben, auszusprechen oder zu dumm oder zu manipuliert dazu gewesen sind. Oder hat da jemand tatsächlich Neid auf eine teure Klapperkiste, mit der ein Fakir (der Frechheiten Wunderhorn!) über den Staub rollt? Mit dem Fuß verklemmt im Rabbit-Hole. Das gibt Neid. Neid schafft Feindbilder. Neid ist eine Form von Angst, zu kurz gekommen zu sein. Mechanismen, für die die herkömmliche Familie eine geeignete Brutstätte ist. Und der Rest ist beim Osho eh auf Tausenden Seiten nachzulesen, das muß ich nicht auch noch wiederholen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |
Fassen wir kurz zusammen: Es gibt Energie und es gibt Energie. Es gibt die Energie der Freude, die völlig neural ist (eigentlich wollte ich "neutral" schreiben, aber lassen wir's mal so). Man kann sich über eine gute Tat freuen, oder darüber Freude empfinden, daß es einem gelungen ist, ein israelisches Restaurant mit möglichst vielen Erwachsenen und Kindern erfolgreich in die Luft gejagt zu haben. Leuchtende Augen sind noch kein Beweis für Spiritualität. Und es gibt Magnetismus, auch eine Energieform. Jeder Schwarzmagier studiert deren Handhabung (Hallo Politiker! Hallo Werbeagentur!). Deities sind voller Energie. Das ist einmal die "physikalische" Erklärung. Deities sind aber auch eine Person. Ein "Kami", wie es die Japaner ausdrücken. Ein "Gott". Da aber das Wort Kami nicht nur Gott heißt, sondern auch höhergestellter Geist, kommen wir der Sache näher. Im Konzern der Götter und Asuras (Dämonen) sind die Stellen mit allerlei Goodies und Baddies belegt. Mit denen reden wir und beantragen damit das, was uns aus dem Wald widerhallt, wenn wir hineinrufen. Zugegeben: so manche Deity entpuppt sich manchmal als Papiertiger, denn "Kami" heißt auch Papier. Gleichzeitig ist auch ein Tempel in Japan oft (Shinto, Buddhismus) mit Blitzen aus Papier behängt. Was für mich für die in diesem Fall meist weiße Energieform symbolisch ist. Deities können zur Reflexion verhelfen. Oder aber wir nehmen Kontakt mit einer Wesenheit auf, deren Sprache wir erst nach und nach verstehen können, da unsere derzeitigen chakral gesteuerten Selbstenergien nur Bruchteile ihrer Kommunikation entziffern und verarbeiten können. Erst über die Oszillation mit einer Deity wird ihre Sprache verständlich! Also bitte vergeßt den Blödsinn mit dem Götzendienst. Deities sind realer als Angelina Jolie. Von der habe ich bisher nur Drucksachen und elektronische Abbildungen gesehen. Also Abbildungen dritter Hand. Deities habe ich second Hand wahrgenommen. Also mit meinen bescheidenen Mitteln, die Welt wahrzunehmen: meinen Sinneseindrücken, die an mein Gehirn gesandt werden. Und mit den zusätzlichen Hilfsmitteln, den Emotionen, die den Schlüssel zur multidimensionalen Wahrnehmung bilden.
Eine solche Deity ist die Tulassi Devi. Sie manifestiert sich in einem Strauch (Ocimum Sanctum). Sie wird oft im Zusammenhang mit anderen Deities – wie soll ich sagen – "gebraucht". Ihre Blätter werden den geopferten Speisen für Radha und Krishna beigemengt. Aus ihrem Holz werden die Perlen der Japas hergestellt, die als Rechenschieber für die Menge an rezitierten Mantren dienen, den 108-perligen Gebetsketten der Devotees. Ihr Holz dient auch dazu, Halsketten herzustellen, die als Schutz vor Yamaraj dienen, dem Verwalter des Todesreiches, der durchwegs einmal krumme Dinger dreht, denn wer im Augenblick seines Todes eine solche Kette trägt, über den hat Yamaraj keine Macht. Diese Technik wurde oft von Krishna-Devotees als Sterbehilfe angewandt. |
|
Auch von Krishna gibt es eine selbstmanifestierte Bildgestalt, eigentlich sogar mehrere. Es gibt den Shalagram Shila, eine schneckenförmige Steingestalt, etwa eine Handfläche groß. Diese findet man im Kali Gandhaki Tal in Nepal. Eine weitere seiner Manifestationen ist der Govardhan Hügel in Vrindavan, den man zur Verehrung umrundet (einen "Parikran" macht). Diese Umrundung beginnt in der Regel um ca. 4 Uhr morgens, gegen Mittag ist man wieder am Ausgangspunkt und denkt weniger an Krishna, soder eher an ein kühles Cola. Dennoch kann ich niemand davon abraten, dieses Tapasya (Opfer) auf sich zu nehmen. Man umrundet nicht alle Tage einen Ort, an dem sich die Unendlichkeit mit der Endlichkeit trifft. Es ist aber dringend davon abzuraten, einen der dort herumliegenden Steine mitzunehmen, es würde eine karmische Belastung über Generationen hinweg bedeuten. Genausowenig ist es ratsam, einen aus dem Kali Gandhaki Tal stammenden, oft gewaltsam aufgebrochenen Shalagram Shila zu erstehen, es hätte die gleiche Wirkung. Und um einen Shalagram Shila richtig zu verehren, braucht es gewisse Einweihungen zur Voraussetzung.
Wobei wir allmählich den Unterschied zwischen einer Bildgestalt und einer Reliquie machen müssen, denn die Blumengirlande, die Swami Prabhupad (der Begründer der Krishna Bewegung) trug, als er starb, ist zwar in Mayapur in einem Mausoleum in Salz eingelegt, wird aber natürlich nicht als Deity verehrt. Dafür genießt er aber bis zum heutigen Tag die Guruverehrung; so wird seine Bildgestalt jeden morgen unter Gesängen durch den Tempel in Mayapur getragen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||