Mumbai / Varanasi 2007

Dimensionstor am Heiligen Fluß

Besuch bei Familie Shiva
Mumbai, fernab von Bollywood

 

 




 



Edel, wie eh und je, der Krishna-Tempel in Mumbai. Da kann man sich wirklich nicht beklagen, die Harries wissen es ihrem Istadev Bhakti darzubringen. Hauptempelraum und oben links Swami Srila Prabhupada beim Betrachten des Radha-Krishna Altars.
 
 




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Mumbai
Indien betritt man meist nachts. Die ersten Begegnungen können mit den Beamten stattfinden. Man begrüßt sie, sie machen die Kontrollen und übergeben die Reisenden dem Etwas oder dem Nichts. Und draußen stehen die Händler und die Schwindler, weitere Beamten und die Handwerker und Dienstmänner, die auch Händler und Schwindler sein müssen, um zu überleben. Sie sind es mit Herz und Seele, die Götter beschützen sie. Die meisten sind Hindus, ein paar sind Muslim und einige Wenige haben sich das westliche Christentum aufschwatzen lassen. Damit haben sie die Götter vergessen und machen sich bei ihrer nächsten Verwandtschaft äußerst unbeliebt, und damit meine ich nicht die Menschen.
 
Vorhang auf! Ich habe alles bestens vorbereitet, der Driver aus dem Hare Krishna Guesthouse wartet auf mich und wird mich gleich dorthin fahren. Theoretisch. Denn beim - inzwischen, weil ich längere Zeit nicht in Indien war - erschreckenden Anblick der wilden Horde an Taxifahrern, Motoriksha-Fahrern und sonstigen Touristenfischern mit und ohne Namenschildern zögere ich, mich in den Haufen zu werfen und laufe der Reling entlang, ohne meinen Driver anzutreffen und wähne mich bereits im Stich gelassen, als mir einer der vor der Reling tätigen Porters beisteht. Ein kurzes Telefon genügt (er gibt mir sogar sein Händi, damit ich mit der Sekretärin sprechen kann), um festzustellen, daß das Guesthouse trotz meiner Buchung hoffnunglos überfüllt ist und erst morgen um neun wieder Platz hat. Wenn die Sekretärin aus dem Guesthouse echt gewesen wäre, dann wäre ich nicht kurze Zeit danach in ein anderes (recht heruntergekommenes) Hotel unterwegs gewesen. Sogar inklusive Taxi nächstentages ins Hare Krishna Guesthouse. Was man nicht alles inszeniert, um einen Touristen für eine einzige Nacht in ein Hotel im Nirgendwo unterzubringen. Aber auch das ist Indien. Es gibt dort für jedes Problem eine Lösung. Auch für solche, die es gar nicht gibt und nützlicherweise künstlich erzeugt werden, denn mein Driver hatte tatsächlich, hinter der Meute verborgen, bis vier Uhr morgens auf mich gewartet.
 
Nachdem mir vom Hotelmanager die vielen Flecken auf dem Leintuch als "clean" definiert worden waren, sperrte ich mich in mein Zimmer ein und lauschte mit gemischten Gefühlen dem Krawall, den die Inder irgendwo in den Eingeweiden des für indische Verhältnisse eigentlich luxuriösen Hotels veranstalteten, der mich nach der Abendlektüre "Indisches Fernsehen" über die skandalösen und chaotischen Zustände am Flughafen in Delhi, allmählich in den Schlaf begleitete. Wobei im gleichen Atemzug auch die Flughäfen Bagdad und Paris genannt wurden.
 
Nächstentags betrachtete ich während des Frühstücks die vielen Muslims, die einen Glaubensgenossen zu Grabe trugen.
 
 

 
 


Krishnas nächste Nachbarschaft: der Shree Mukteshwar Devalaya-Tempel mit ganzen Reihen von Shivalingas. Deities en Masse auf fünf Stockwerke verteilt, wie das Großmanagement des himmlischen Konzerns.
 


Und geht man statt nach links nach rechts in den kleinen Park, hat es dort eine ganz nützliche Institution: einen Tempel der Kraft. Und wessen Trainingserfolg kann da noch in Frage gestellt werden, wenn man direkt vorm Ganesh-Hanuman-Altar trainiert? Da macht das Schwitzen für jeden Hindu doppelt Spaß!

 
 
 


 
Mumbadevi und Annapurna-Devi
Von Juhu aus klappert man ein bis zwei Stunden mit dem Taxi zum Ursprung Mumbais (also Bombays). Für den durchschnittlichen Westler, den man reinkarniert in der Strandpizzaria in Juhu antreffen kann, besteht Bombay aus Bollywood und lustigen Indern, die lustig tanzen und hübsche Inderinnen, die mit einem feschen Helden eine für abendländische Verhältnisse drollige Liebesgeschichte durchleben, über die man sich lustig machen kann wie auch über die vielen anderen Inder, die in diesen Dramen mitspielen und eifrig die Tanzbewegungen des Vortänzers mitmachen.
 
Zunächst einmal ist aber Indien der Kulturschock. Alle Meßinstrumente werden umgestellt. Die Menschen denken anders und reden anders, auch wenn sie anscheinend verständlich Englisch reden. Die Nahrung ist anders, die klimatischen Verhältnisse sind anders, die Gerüche, die Atmosphäre und die Lautstärke. Die Überholmanöver, die Umgebung, in der der Benneton-Shop steckt.
 
Der Westler, der hierherkommt und den Westen umklammert, lebt in absoluter und abgrundtiefer Paranoia. Er bewegt sich durch Indien in einem schweren Panzer, der ihn vor diesem Indien abschottet. Er fürchtet um sein Leben noch mehr als er sich im Westen fürchtet. Und was ihm am meisten Angst macht: er könnte tatsächlich Gott begegnen und alle seine Freunde und alle seine Verwandten und Arbeitskollegen, denen er von dieser Begegenung erzählen möchte, werden sich von ihm abwenden und ihn zum Spinner abstempeln. Und vor Angst davor wird er jeder Begegnung aus dem Weg gehen und in in jedem Auge, das ihm anblickt, den Satan vermuten. Und da die meisten Menschen im Westen weder an Gott noch an Satan glauben, werden sie noch mehr an ihren Schizophrenien leiden als ein gut durchprogrammierter Katholik*.
 
* Was hat wohl der Papst alles in seinem Tresor versteckt? Man notiere: Um nicht als überheblich und diskriminierend zu gelten, möge man das Wort "gutdurchprogrammiert" betonen. Auch unter industriell nachgefertigter Urchrist bekannt.
 




Lang und staubig ist die Fahrt zur Mumbadevi und zur Annapurna, da kann man sich gut zwischendurch von einem Fachmann die Ohren putzen lassen.
 
 

Nun gut. Mein muslimischer Fahrer parkt das Taxi in ein Loch neben einem Pissoir (was in Indien Seltenheitswert hat, da es ja genug neutrale Wände hat, die man anpissen oder anscheißen kann) und beschreibt mir den Weg zum Mumbadevi-Tempel.
 
Natürlich laufe ich in dem Chaos an ihn vorbei, werde aber von einem freundlichen jungen Goldschmied wieder zurückgeführt. Und da machen sich schon die ersten Situationen bemerkbar, die die abendländischen Methoden, eine Situation zu messen, ad absurdum führen. Es gibt keine Möglichkeit, ständig alles zu kaufen, was einem von den charmanten Girlies, barfuß in ihrer zerfetzten Kleidung, angeboten wird, so sehr man ihnen diese Freude machen will. Es braucht ebenso - in diesem Fall ohne Guide - in diesem trommelnden Mosaik aus Farben, Gerüchen, Geschrei, Glockengeläute und unaufhaltsamer überaufdringlicher Aktivität, viel Disziplin, einen klaren Kopf zu behalten, besonders während des ersten Tagesausflugs. Was sich in den letzten Jahren verändert hat, ist die Strenge der Kontrollen an den (Haupt-) Tempeln. Militärpräsenz und Metalldetektoren. Ob man als Westler reinkommt, hängt vom Tempel ab. In der Regel ist es kein Problem. Manchmal kann es eine Frage des "Donations" sein, und manchmal ist es einfach unmöglich, weil der Tempel nur für Inder ist, so wie der Jagannath-Tempel in Puri. Für viele Anhänger der Hare Krishna-Bewegung ist dieser Tempel ein absolutes Muß. Nachteil: für Westler verboten. Anscheinend haben sie schon alles versucht, inklusive Verkleidung und ich weiß nicht was. Kein Glück. Manche behaupten, es sei der Geruch des Fleisches, das sie gegessen hatten, als sie noch keine Hindus geworden waren, der sie verrät. Sogar der Geruch des Fleisches, das die Vorfahren gegessen hatten.
 
Nun, der Mumbadevi-Tempel ist kein Problem. Im Vorhof laufen die Kühe herum, rundum hat es Devotionalien-Läden. Jetzt bin ich dort, wo Mumbai (Bombay) begann. Rund um diesen Tempel, mit diesem kleinen Dorf hatte alles seinen Anfang. So wuchs und wuchs der Moloch Mumbai, bis er so groß wurde, daß seine Filmstudios begannen, zuerst Indien, dann den Rest der Welt mit der indischen Traumfabrik zu beliefern.
 
Ich weiß eigentlich nur wenig über Mumbadevi. Sie ist auch nicht sehr bekannt. Neben ihr ist der Annapurna-Tempel. Annapurna kenne ich auch nicht besonders, allerdings weiß ich, daß sie die Deity der Nahrung ist, insofern bedanke ich mich bei ihr jedesmal, wenn ich etwas esse. Selbst Shiva, wenn er essen will, geht zu ihr und bittet sie um Nahrung. Etwas füllig reitet sie auf einem Pfau, so wie sie auch in ihrem Tempel dargestellt ist. Also empfange ich ihren Darshan (Segen). Fotos, Videos? Kein Problem. Mumbadevi-Tempel ist freundlich und sonnig. Die Menschen rücksichtsvoll, kein Gedränge (zumindest nicht das, was man in Indien unter Gedränge verstehen kann), keine langen Gesichter einem Weißen gegenüber, kein agressives Händlertum. Die Luft erfüllt reines Glockengeläut zweier Göttinnen, die sich über meinen Besuch gefreut haben.
 
 
Ganesha
ist da schon ein wenig unberechenbarer als Mumbadevi und Annapurna. So hatte er auch damals trotz seiner gemächlichen Elefantenstatur das Wettrennen rund ums Universum gegen seinen Bruder Kartikea gewonnen, da er in seiner Klugheit nicht so doof war rund um das Universum zu hetzen, sondern einfach seine beiden Eltern umrundete, die ja das ganze Universum darstellen. Ganesh verfügt in Mumbai über einen riesigen, luxuriösen Tempel: den Shree Siddhi-Vinayak Temple, Prabhadevi, Mumbai.
 


Ganesh, Varanasi.
 
 

Auch hier hat es einen kontrollierten Eingang, gefolgt von den üblichen Shops, wo ich die nötigen Opfergaben eingekauft habe und auch meine Schuhe hinterlegt. Im Zentrum des Tempels thront wuchtig ein goldener Ganesh, der die Opfergaben, Gebete und Bitten seiner Besucher in geordneten Reihen entgegennimmt. Von der Fahrprüfung bis zum Schulabschluß hört er sich die Bitten seiner Pilger an. Hm. Irgendwie mißfiel mir die Ordnung ein Wenig, ich hatte etwas mehr Anarchie erwartet und es schien mir, als sei hier mehr Geld im Spiel als nötig (vergessend, daß er auch der Gott des Handels ist) und so spielte er mir den kleinen Streich, mich zu einem falschen Ausgang hinauszuführen. So stand ich nun ohne Schuhe irgendwo auf einer Straße in Mumbai und umrundete sein Universum, um schließlich wieder am anderen Eingang wieder zu erscheinen, wo ich unter dem Gelächter der Ladeninhaber meine Schuhe entgegenzunehmen. Und wenn die Inder lachen, lacht man gerne mit. Und damit hatte Ganesch das geschenkt, was er selbst gerne tut: Lachen.
 
 


Üppige Bhakti für Radha und Krishna.
 
 
Der Krishna-Tempel
Also ich weiß nicht so recht, wie Krishna das aushält, aber das, was aus der ISKCON geworden ist, erscheint mir manchmal mehr als zwielichtig. Und trotzdem thront er mit Radha und Balaram auf seinen Altären, die quer durch die Welt verteilt sind, und wird von dem ihm gegenübersitzenden Swami Prabhupada unendlich verehrt und empfängt seine Devotees tagtäglich, was auch immer sie an unnötigen seelischen Gebrechen sie tragen, was auch immer sie an Vorurteilen gegenüber anderen Tempeln ausleben (so auch Shiva gegenüber), was auch immer an grauen Fäden hinter den Klostermauern gesponnen werden. Eben dennoch: Der Altar des Tempels in Mumbai ist von unendlicher Schönheit, von strahlender Blumenpracht und von tiefer Transdendenz.
 
Aber seine Devotees? Das Guesthouse mag ja wirklich, so wie die Tempel, von bestem Standard sein, aber für jemand, der beim Anblick allzuvieler Krishnabilder Verfolgungswahn verspürt, ist das auch Auslöser von tiefem Paranoia. Und die Devotees, so habe ich den Eindruck, versprühen neben allesniederwalzendem religiösen Eifer, genausoviel Undurchsichtigkeit wie es nicht einmal die Drogenhändler in den dunklen Gassen Varanasis tun.
 



Und da ist er schon, unser dürrer Harry. Und chantet und chantet. Wahrscheinlich gibt es nichts, was man nicht übertreiben kann.
 
 
So traf ich dort auf den schon über sechzigjährigen amerikanischen Devotee Xxxx (Habe ich jetzt bewußt seinen Namen vergessen?), der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die ISKCON vor dem geistigen Untergang zu retten, oder to die trying. Also schlug er sich mit seinem Minimalbudget durch und als ihm in Katmandu das Geld und das Visum ablief, fragte er die Tempelleitung, ob sie nicht eine junge Frau wüßten, die ihn heiraten könnte, damit er weiterhin in Nepal bleiben könne. Was ihm den Rauswurf aus dem Tempel einbrachte. So stand er nun so mehr oder weniger ohne Visum und ohne allzuviel Geld da und überlegte, was er tun könnte, um zu überleben. Da das einzige, was er wirklich konnte, chanten war, singsangte er tagein tagaus das Harekrishna-Mantra und die Nepalis, die selbst kaum etwas hatten, gaben ihm Geld dafür. Und das rechtfertigte er noch damit, daß er ihnen ja schlußendlich mit dieser Tätigkeit ihre eigene Kultur wiedergab. Wahrscheinlich wird er in seiner nächsten Inkarnation Zuhälter.
 
Natürlich darf ich nicht verfehlen zu erwähnen, daß es im Tempelshop allerlei ajurvedische Produkte zu erstehen gibt, die es bei uns nicht unbedingt gibt. So zB. destillierten Kuh-Urin, der, täglich eingenommen, als Stärkungsmittel gilt. Ich hab's noch nicht ausprobiert. Und in diesem Fall liegt die Betonung auf "noch".
 
Die Flughäfen
Intelligenterweise oder weniger intelligenterweise hatte die bei uns nicht bekannte indische Fluggesellschaft den Weiterflug nach Varanasi auf den International Airport angegeben. Was natürlch nicht richtig war, denn der Weiterflug verlief über den Domestic Airport. Jedenfalls lagen zum Glück beide Airports nicht allzuweit voneinander entfernt und ich stand früh genug auf, um eventuell diesem Irrtum vorbeugen zu können. Zunächst einmal rasselte ich mit dem Taxi zum internationalen Flughafen, wo ich von einem hilfreichen Porter gleich zum richtigen Schalter geführt wurde, wo man mir versicherte, eindeutig am falschen Flughafen zu sein. Glück im Unglück, der hilfreiche Porter brachte mich sofort zu einem hilfreichen Motoriksha-Fahrer, der mir in den vorsonnenaufgänglichenn Morgenstunden seine transzendente Fahrweise zum nationalen Flughafen für die lächerliche Gebühr von dreihundert Rupees wohlwollend und begeistert vorführte, vor allem voller Begeisterung. Wahrscheinlich beruhte seine Begeisterung darauf, daß ich darüber in Unwissenheit gelassen wurde, daß es Taxis zum anderen Flughafen gab, die fünfzig Rupees kosteten und einen Shuttlebus, der nichts kostete.
 
Dennoch vermochte das meine eigene Begeisterung überhaupt nicht zu trüben, denn das Erlebnis, in der kleinen Motoriksha in den frühesten Morgenstunden durch Mumbai zu donnern, war den Preis wert. Wer erlebte dieses Stimmungsbild denn schon bei uns zu Hause? Für dreihundert Rupees bekommt man ja in einem Klub nicht einmal ein Bier in die Fresse geworfen. Also genoß ich den Fahrtwind, das krächzende Hupen, die flackernden Morgenlichter des erwachenden Mumbai und die gelegentliche Frage des Fahrers: "You like it?"
 
 
 
 

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I n d e x


 
 
Besuch in Varanasi

Einläutende Worte

Mumbai

Mumbadevi und mehr

Varanasi, Teil 1

Indiens wunderbare Sterbestadt


Varanasi, Teil 2

Das Herz Indiens


 

 





Flugverlaufbildschirm, Landung, Taxifahrt zu einem unbekannten Hotel.
 
Wie spannend sind immer die letzten Momente vor der Landung, diese Zeit, während der man vor dem Nichts steht. Zwar taucht hinter den Fenstern das Gewebe einer riesigen Großstadt auf – das Ziel der Landung – aber dieses so von oben gesehen ganz anders erscheinende Geflecht macht unten immer diesen ganz anderen Eindruck. Die vielen Menschen, die noch unsichtbar sind, werden lebensgroß und sprechen und schauen und handeln. Und mit ihrem Schauen und Handeln verwickeln sie dich in eine Form von Karma. Hier in Indien stärker als anderswo, denn die Gunyas, die diese Fäden spinnen, sind hier sehr nah und die vielen Geister leben in den Tempeln und beobachten die Menschen, während sie sehen und hören und handeln, und vor allem so viel fühlen, daß ihr Fühlen den Halbkontinent so erfüllt, daß es schon fast für die ganze Erde reicht, für ein ganzes Universum.
 
Und alles, was wir erwarten, wenn wir einen so fernen Ort besuchen, könnte sich erfüllen, wird sich aber kaum erfüllen, denn unser Karma, das hier so gegenwärtig ist, und so schnell fließt und verbrennt, kann uns nicht die Wünsche erfüllen, sondern sucht nach der Lösung in der geheimen Botschaft unseres Dharmas und entschlüsselt zumindest diesen Teil, dem es hier möglich ist, entkodiert zu werden.
 
Also erhalten wir vielleicht nur einen kleinen Teil unserer Wünsche erfüllt, und sind sogar mehr als zufrieden, wenn wir spüren, daß sich ein Teil unseres Dharmas erfüllt hat. Vermutlich ist es auch ein Teil Reisevorbereitung, die wir treffen müssen: den Zugang zu unserem verschlüsseltem Dharma für den Eingriff der Geister vorzubereiten. Danach beginnen sich unsere Wünsche mit den Bedürfnissen des Dharmas zu überdecken und umso mehr Wünsche werden erfüllt, da sie nicht mehr nur Tätigkeiten zwecks sinnlosem Umherschweifens in materiellen Genüssen bleiben, sondern Gestalt, Form, Sinn und Inhalt erhalten.
 
 






"Don't touch me." Scheint eine eiserne Verkehrsregel in Mumbai zu sein. Ich glaube, es ist besser nicht Zeuge zu sein, wenn diese Regel gebrochen wird.
 

 




Blöcke für Menschen, Käfige für Hühner.
 

 




Mumbai erwacht. Da darf das Kratzen der Krähenstimmen nicht fehlen. Und wenn's ein wenig später zu leise ist, kann man mit einer Blaskapelle etwas nachhelfen.
 

 
Was für ein gutes Beispiel für geheimen Code im Dharma. Alles bestens vorbereitet und doch führt mein Zögern dazu, daß ich plötzlich eine Nacht in einem fremden Hotel an einem unbekannten Ort verbringe.
 




Des Hotel Managers Vorstellung von einem "clean sheet". Naja, der Rest vom Hotel war auch nicht überwältigend.