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Das war unser Blick. Im Blickfeld stand eine kosmisch orientierte Zukunft. Unendliches Bliss war zum Griefen nah. Soll sich daran etwas geändert haben?
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Eigenartige Dinge geschahen da. Nach den "Fünfzigerjahren", die dem schrecklichen Zweiten Weltkrieg folgten, kamen die "Sixties". Ah. Das war schon ganz was Anderes. Als mir mit dreizehn das Bewußtsein immer mehr erwachte und ich begann, parallel zu Edgar Allan Poe die Lehren Buddhas zu lesen, erschienen plötzlich diese unglaublich frei erscheinenden Gestalten in den Medien. Dienstagnachmittags, zur "Oldies"-Vorstellung im Beethoven-Kino, wenn im Hauptprogramm O.W. Fischer Tragiken erlebte oder Peter Alexander Charlie's Tante mimte, da hielten die älteren Frauen plötzlich den Atem an, als in der Fox Tönenden Wochenschau ein paar Langhaarige zu sehen waren, die auf ihre Instrumente einschlugen und dazu im Takt ihren Kopf rasant schüttelten. Und das ganze nannte sich Deep Purple. Was ihnen nicht bewußt war: das war der Begriff für eine Sorte Rauschgift, dieses LSD.
Und dann waren noch "diese Leute", die in diesem alten VW-Bus vorm Gymnasium saßen und mit den Schülern sprachen, die allmählich ein ähnliches Aussehen annahmen, wie die Langhaarigen im VW. Die auch noch ohne Schuhe durch die Fußgängerzone latschten und ziemlich ungewaschen aussahen. Und anscheinend waren sie auch noch gerade aus Amsterdam zurückgekommen, wo sie immer dieses Hasch einkaufen gingen. Am grünen Markt tauchten Gestalten auf, die Lederjacken trugen, was zu allerlei Kommentaren der Markttratschen führte: "Jetzt schreibs's sa se no den Satan auf'n Ruckn." Denn auf der Lederjacke stand "Santana". Wo war nur die Welt hingeraten?


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Der berühmt-berüchtigte VW-Bus und Arko, der psychedelische Hund.
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Ich hörte auf Schnitzel zu essen und fing an, stundenlang an Vollreis und Roggen herumzukauen, machte scheußliche Getränke aus Pfeilwurzelmehl und ließ meine Haare zu langen revolutionären Strähnen heranwachsen. Ich bekam eine mit allerlei wilden Hippiezeichnungen versehene marokkanische Bongo gechenkt, auf der ich die ersten ausufernden Rhythmen klopfte, verachtete weißen Zucker und begann zu meditieren.
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... und doch war die Zeit richtungsweisend. Das Kreuz der Vergangenheit schien ausgedient zu haben. Es schien, daß alles Leiden innerhalb von kürzester Zeit vorbei sein würde, daß es Zeit war, alle Mühsalen des Lebens nun durch ein ekstatisches Wassermann-Zeitalter abzulösen. (Click on Image for large version.)
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Die Zeitschrift "Pop" erschien, die einige Nummern lang das sogenannte Establishment bis in die Grundmauern kritisierte, bis es von der Plattenindustrie kommerzialisiert wurde (besonders erwähnenswert jeweils die vorletzte Seite des Heftes, der Beitrag vom "Psycho-Bernie"). Blätter wie "Germania" erschienen und aus den USA und England kamen "Rolling Stone" und "New Musical Express", aus denen herauszulesen war, daß es neue Helden gab, die nicht mit dem Colt umgingen wie John Wayne, sondern Gitarren spielten, die Aufschriften trugen wie "This Machine Kills" (Eric Claptons Klampfe). Überall standen Newspaper Taxis, die darauf warteten, "to take us away". Was auch geschah, denn keiner von uns kam dorthin zurück, wovon wir uns endgültig verabschiedet hatten: In eine Welt ohne kosmische Visionen.
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