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Freischaffende und unabhängig wirkende, flexible musikalische Gemeinschaft zur Wahrung geistiger Freiheit und spriritueller Flexibilität und Entfaltung durch intensiven Sophismus auf Klangebene. Die EMS versteht sich als kulturelle Gegengesellschaft in völliger Unabhängkeit von Kommerz und Tand: Schamansiche Popmusik. Die Edward Mickonis Society verdankt ihre Entstehung der wiedererweckten Erinnerung, den wunderbaren Klang wieder in der Gemeinschaft zu erleben (anscheinend hatte ich eine lange Pause vollzogen ...). Es kann durchwegs ein steiniger und ein dorniger Weg in diese Klanggemeinschaft sein, ähnlich dem Mühevollen aufbau einer Formation im Showbusiness, voller Verirrungen und Verstrickungen, ein noch intensiveres Snake and Ladder als das Hochklettern der handelsüblichen Erfolgsleiter: Und doch ist es ein überaus lohnenswerter Gang, wie eine Pilgerfahrt, eine Busladung voller Affen, die das Wunderland suchen. Die Hingabe, die Sophie zur Musik, zur Klangdichtung führt zum Bestreben, eine möglichst kreative, möglichst vielfältige und möglichst lückenlos allen uns bekannten Bereichen der Klangkunst berührende Ganzheitlichkeit zu erreichen. Mit den interessantesten Musikern, den am meisten orientalischen Philosophen, mit den unmöglichsten Schindludertreibern und den abgefahrendsten Begleitpersonen. Nicht zu vergessen, dieses durchgehende Gespann an Musikinstrumenten und Elektronik, das manchmal kaum zu zügeln ist und wilde Haken schlägt. |
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The Society enterte den Konvent. Am Samstag, den 10. Dezember spielte eine neue Formation der Edward Mickonis Society im Jakobikeller in Gaaden. Dieser Keller liegt neben der Pfarrkirche Gaaden, die dem Hl. Jakob geweiht ist. Damit betraten wir die unterirdisch liegenden Katakomben des Bewußtseins ... Obwohl wir sieben Leute waren, was generell mit der Entwicklung einer gewissen Lautstärke gleichgesetzt werden könnte, ergab das Setup wie geplant eher ein Konzert in klassischer ruhiger Adventsstimmung (ohne Gewähr ...). Zwei Keyboarder und ein Sitarspieler sorgten für die nötigen Schwebungen.O ja, irgendwo war natürlich auch die neue Cigarbox-Guitar dabei: gut für ein Pfännchen Swamp (HP Sauce nicht vergessen!). In der Pause sorgte wie schon letztes Mal der gute Koarl aus den Green Dreams für das allgemeine Wohl. Und das war unser persönliches, transzendentes Adventstürchen! |
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Sumpfblues aus der Zigarrenkiste Zu meinen neuen Entdeckungen gehört die Cigar-Box Guitar. Tastsächlich bestehen diese aus einer Zigarrenkiste, die zu einer Gitarre umfunktioniert wird. Deren Geschichte geht zurück bis an die Ursprünge des Blues, als solche Instrumente als "Diddley Bow" von der Küste Ghanas über den Sklavenhandel ihren Weg in die Neue Welt fanden. Daraus entwickelte sich die Cigar Box Guitar, die meist nur drei oder vier Saiten hat, inzwischen meist elextrifiziert sind. Jack White (The Raconteurs, The Dead Weather, The White Stripes) baut sich ein Diddley Bow am Anfang des Films "It might get loud" über die Gitarristen Jimmy Page, Edge und Jack White und meint dazu "Who needs a guitar?".Als Neuerung im Mickon'schen Instrumentarium hat sie gleich einmal eine wichtige Rolle in meinem (ersten) Clip "Paradise Revisited". Allerlei Eindrücke aus der Black Culture, die ich so auf Jamaika oder in Paris auf Video zusammengesammelt hatte, finden hier einen Kondens. Die Lyrics stammen übrigens aus der buddhistisch-nepalesischen Textsammlung "Wegführer zur Juweleninsel". Herzlichen Dank auch an Tunde Aladese für ihre kleine "Big Spender"-Darbietung gegen Schluß des Videos. ![]() |
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Bandstand of Indian Music Nun, da sich die Dinge bekanntlich sehr schnell ändern, kommt es doch nicht zum großen Doppelkonzert für 2012, zumindest wird es vor Herbst/Winter keine neue Live-EMS geben. Unser Keyboarder ist mit seinem Bachelor an der Jazzschule in Basel beschäftigt und ich mit anderen Dingen. Dennoch wird es eine Gast-Galavorstellung geben. Der aus Kalkutta stammende Tablaspieler Sankar Chowdhury wird sich mit dem Sarangispieler Pankaj Mishra zusammentun und im Musikpavillon im Kurpark in Baden im Rahmen der Badner Rosentage indische Musik vorführen. Sowohl Tabla als auch Sarangi klassisch und ernsthaft studiert und gespielt (nicht so holter die polter nach alter Hippieart, wie ich es wage) zählen wohl zu den kompliziertesten Instrumenten aus der Weltmusik. Es zahlt sich aus, den 9. Juni 2012 schon mal vorzumerken!Noch mehr vintage Technology Manchmal weiß ich wirklich nicht, was ich da alles einkaufe. So erstand ich mir für 35 Euro eine alten Grundig Schwingungssummer mit grünem magischem Auge. Das Ding schaute einfach interessant aus und so nach und nach konnte ich in Erfahrung bringen, daß man ein Signal in dieses Gerät senden konnte, das dann mit der internen Schwingung, die man mit der Kurbel eichen kann, eine Schwebung erzeugt, über die man die Frequenz der Schwingung feststellen kann. Wofür auch immer ... Das interessante ist, daß ich letzthin den internen Sinuston des Schwingungssummers unserem neuen Keyboarder Christoph Schwaninger vorgeführt habe. Ich drehte an der Kurbel und hörte lange Zeit nichts, während sich Christoph schon längst wand und die Ohren zuhielt. Hm. Anscheinend fehlen mir schon ein paar Frequenzen, der lebenslange Gebrauch meiner Ohren hat seine Verschleißerscheiungen bereits hinterlassen ... Dennoch ein tolles neues Instrument! |
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The Nigeria Connection Was für ein Glücksfall: weil ich per Zufall Clari aus Nigeria am Messeplatz traf, machte ich über ein paar Ecken die Bekanntschaft mit der nigerianischen Sängerin Tunde Aladese, die an der nigerianischen Formation Vincent Eszelle beteiligt ist. Sie war so großzügig, zwei meiner Texte ins Yoruba zu übersetzen und auch gleich aufzunehmen. Die Aufnahmen sind noch rudimentär, weisen dennoch eindeutig die Richtung auf, die ich einschlagen will. Als Gegenpol zur indischen Transdendenz soll natürlich der Ursprung aller unserer Rhythmen aus der Popmusik, ja, der Popmusik schlechthin, seinen festen Platz in den Klanggemälden der Edward Mickonis Society finden: der Afrobeat! Wird sie wohl jemals im Shrine spielen, unsere Society? Mein Gott, wär das ein Abenteuer! |
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